Archäologische Funde bringen uralte Zweitwohnungen ans Tageslicht
Die Urgeschichte von Pontresina muss neu aufgerollt werden. Die Funde der Geologin, Hobbyforscherin und Kreisrätin Katharina von Salis wurde von Fachleuten bestätigt.
Die Entdeckungen hatte sie im Jahr 2006 im Val Languard gemacht, eher zufällig hat sie Licht in die Siedlungsgeschichte gebracht. Bei Grabungen zur Wasserversorgung der Pisten-Beschneiung im Val Languard auf 2415 m ü. M., hoch über der Baumgrenze.
Die ersten Zweitwohnungen im Oberengadin sind ca. 8000 Jahre entstanden. Der Auslöser war der Fund einer Scherbe und Bodenablagerungen einer Feuerstelle.
Der archäologische Dienst Graubündens datiert die Scherbe als eiszeitlich und damit auf etwa 2500 Jahre.
Im Sommer gab es erneut Grabungen. Es wurden weitere Feuerstellen zutage gebracht, ebenso Hinterlassenschaften moderner Zivilisation. Auch Mauerteile und Reste einer Pflasterung die als Viehpfärche und Steinhütten zu identifizieren sind. So ist zu urteilen, dass diese Stelle über mehrere Jahrhunderte hindurch genutzt und intensiv besucht wurde, Jäger des Neolithikums, Schafhirten und Bauarbeiter der touristischen Zeit.
Am letzte Tag konnte man Feuersteinklingen aus Silex ausgraben. Die sind den Steinzeitmenschen zuzuordnen.
Durch Holzkohleproben konnte nachgewiesen werden, dass diese 8000 Jahre alt sind. Grabungen in 2008 brachten weitere Fundgegenstände aus der Steinzeit zutage.

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