Hubertusmesse wird zur Tradition
Seit nunmehr vierzehn Jahren sind der geschmückte Wildwagen und der Umzug zum Hubertusgottesdienst mit anschließendem Mittagessen und fröhlichen Beisammensein eine Attraktion für Einheimische, Gäste und Besucher. Im Rahmen eines Erntdankfestes mit ökumenischem Gottesdienst in der Karlskirche feiern die Oberengadiner Jäger den Abschluss der Hochjagd mit einer Hubertusfeier in St. Moritz-Bad.
Ein farbenfroher Umzug mit Wildwagen, Jagdhornbläsern, Sänger ziehen vom Parkplatz St. Gian in Richtung katholische Karlskirche. 2009 wird der Gottesdienst musikalisch begleitet vom St. Moritzer Männerchor Las Lodolas und den Jagdhornbläsergruppen Colani und Habsburg. Jährlich wechselt die musikalische Begleitung.
Einen Dauerplatz hat indessen der besinnliche Teil im beizten Festzelt neben der Kirche. Die Country-Band Nevada, mit Beiträgen der Jägerhornbläsergruppen, den Silser Treichlern Kredenzt wird Hirschpfeffer, Engadinerwurst mit Polenta, der Veltliner Wein sowie eine Bar fehlen ebenso wenig wir das Jägerlatein.
Sergio Testa, erinnerte sich eine solche Messe in einem österreichischen Heimatfilm gesehen zu haben.
Ein weiterer Baustein war der Besuch einer Hubertusfeier mit Wildwagen den ein Kronenhirsch ziert im Raum St. Gallen. Nachdem Sponsoren die Finanzierung sicherten und eine Jagdhorngruppe gegründet war organisierte man 1996 zum ersten Mal diese Messe in St. Moritz Bad. Heute besuchen über 600 Gäste diese herbstliche Veranstaltung, die außerhalb der Saison liegt.
Mittlerweile hat sich die St. Moritzer Hubertusfeier eingebürgert und wird gerne von den Einheimischen besucht, nur wenige Feriengäste genießen die herbstlichen Sonnentage im Oktober.
Die Attraktion ist der Wildwagen meint Testa. Ein unverzichtbarer Bestandteil um ihn scharen sich die Waidmänner und Laien. Eines der beliebteste Fotoobjekte der St. Moritzer Hubertusfeier.
Gezeigt wird das Wild aus der Region. Der Wagen wird von zwei Pferden gezogenen. Sandro Manzoni ist seit vierzehn Jahren für die Gestaltung zuständig. Die Kunst ist es, die Tiere in einer natürlichen Haltung zu präsentieren. Geschmückt mit Lärchen- und Arvenzweigen sowie Vogelbeergeäst.
Die Vorarbeit für den Wildwagen leistet der Wildhüter Daniel Godli, der sechs bis sieben Tiere auswählt. Die ausgewählten Tiere werden in Pose tief gefroren und kurz vor der Hubertusfeier auf dem Wagen arrangiert. Auf dem Wagen wurde 2009 präsentiert:
Einen 14½-jährigen Steinbock, zwei 14-jährige Steingeissen, einen 4½-jährigen kapitalen Gämsbock, ein hochkapitaler Sechser-Rehbock. Was dieses Jahr auf dem Wagen fehlt, ist der Hirsch.

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